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Touch’n Match

Laufende Projekte

Wir machen Mode für sehbehinderte und blinde Menschen zugänglich.

Projekthintergrund

Mode ist weit mehr als Kleidung. Mode ist Ausdruck von Identität und Individualität. Gleichzeitig ist sie jedoch stark visuell geprägt. Für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen bedeutet das oft, dass ihnen der Zugang zu diesem wichtigen Bereich erschwert wird. Sie stoßen auf Barrieren, die sowohl die Wahrnehmung von Mode betreffen als auch ihre Möglichkeiten einschränken, sich kreativ auszudrücken und aktiv an gesellschaftlichen Diskursen rund um Stil und Ästhetik teilzunehmen.

Das Projekt ,,Touch’n Match“ setzt genau an dieser Herausforderung an und verfolgt das Ziel, Mode für alle zugänglich zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mode jenseits visueller Wahrnehmung erlebbar gemacht werden kann und wie innovative Ansätze dazu beitragen können, bestehende Ausschlüsse zu überwinden. Das Projekt verbindet technologische Entwicklungen mit kreativen und partizipativen Prozessen und schafft so neue Zugänge zu einem Bereich, der bislang stark durch visuelle Kommunikation geprägt ist.

Durch die enge Zusammenarbeit mit blinden und sehbeeinträchtigten Menschen sowie Entscheidungsträgern aus den Bereichen Mode, Technologie sowie Kultur entstehen neue Perspektiven und Lösungsansätze. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, bestehende Strukturen im Kultur- und Kreativsektor kritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, langfristig inklusivere Praktiken zu etablieren und die Vielfalt an Perspektiven und Erfahrungen stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Projektziel

Ziel von Touch’n Match ist es, ein innovatives und inklusives Modell zur kulturellen Teilhabe im Bereich Mode zu entwickeln, zu testen und nachhaltig zu verankern. Im Zentrum steht die Entwicklung einer KI-gestützten, barrierefreien Fashion-Assistenz-App, welche gemeinsam mit blinden und sehschwachen Menschen konzipiert und weiterentwickelt wird. Diese Anwendung ermöglicht es, visuelle Aspekte wie Farben, Materialien und Outfit-Kombinationen in audio-taktile Erlebnisse zu übersetzen und dadurch einen neuen Zugang zu Mode und persönlichem Stil zu schaffen.

Darüber hinaus verfolgt das Projekt einen ganzheitlichen Ansatz, der technologische Innovation mit sozialen und künstlerischen Prozessen verbindet. Blinde und sehbeeinträchtigte Menschen werden aktiv in alle Phasen eingebunden. Im Rahmen von Workshops, Co-Creation-Formaten und öffentlichen Veranstaltungen entstehen neue Formen der Zusammenarbeit und des Austauschs, die sowohl individuelle Kompetenzen stärken als auch das Bewusstsein für inklusives Design fördern.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist der Aufbau von Wissen und Fähigkeiten im Bereich der digitalen und kreativen Teilhabe. Fachkräfte aus Mode, Technologie und Kultur werden für inklusive Ansätze sensibilisiert und lernen, wie Barrierefreiheit von Beginn an in kreative Prozesse integriert werden kann. Gleichzeitig wird durch die internationale Zusammenarbeit ein Modell entwickelt, das über einzelne Länder hinaus anwendbar ist.

Projektpartner

  • Polylogos (RO) 
  • Asociația Alfabetul Scripor (RO)
  • Romanian Fashion Council (RO) 
  • Chance for the Blind Foundation (PL) 
  • Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs 

Förderung

Europäische Union

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.