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Blindenführhunde-Teams trainieren Mobilität in Rostock

Bildung, Veranstaltungen & Freizeit

Vier Blindenführhunde, 16 neugierige Reisende und unzählige neue Eindrücke: Die Erasmus+-Bildungsreise nach Rostock war weit mehr als ein Ortswechsel.

„Eigentlich dachte ich, ich komme mit vielen Informationen nach Hause. Dass ich auch so viele schöne Begegnungen mitnehme, übertrifft meine Erwartungen“, erzählt eine Teilnehmerin. Genau das machte die Erasmus+-Bildungsreise Mitte Juni nach Rostock aus. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden wurde gelernt, diskutiert, gelacht und entdeckt.

Horizonte im Gepäck

Im Mittelpunkt der Reise stand der Blick über den eigenen Tellerrand. Bei den Treffen mit der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (kurz EUTB) Rostock und Pro Retina Rostock wurde deutlich, wie vielfältig Beratung und Selbsthilfe für blinde und sehbehinderte Menschen organisiert werden können. Mobilitätstrainer Peter Brill vermittelte praxisnah, worauf es bei Gespannprüfungen von Blindenführhundeteams ankommt. Im Rostocker Rathaus gab Behindertenbeauftragte Jennifer Burgert Einblicke, wie Inklusion auf kommunaler Ebene gelebt und weiterentwickelt wird.

Das theoretisch Erlernte wurde unmittelbar in der Praxis angewendet. Die Blindenführhundeteams festigten dabei das sichere Orientieren und Arbeiten in einer ungewohnten Umgebung in den Straßen der Stadt. Während der Stadtführung und der Schiffsfahrt konnten sie ihre Fähigkeiten unter realen Bedingungen weiter ausbauen. Im Zoo Rostock übten die Hunde den Umgang mit fremden Tiergeräuschen und -gerüchen. Im Marine Science Center entstand zudem ein reger Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Ausbildung von Robben und Blindenführhunden.

Begleitet wurden diese Lerneinheiten von Blindenführhundetrainerin Aniko Ebersberger. Mit ihrer langjährigen Erfahrung vermittelte sie der Gruppe vor, während und nach der Reise wertvolles Wissen rund um den Alltag mit Blindenführhunden und begleitete die Gespanne bei allen praktischen Übungen in neuen und ungewohnten Umgebungen.

Wo Begegnungen den Unterschied machen

„Gerade solche Begegnungen zeigen, wie viel wir voneinander lernen können“, sagt Maximilian Reutterer, Leitung der Freiwilligenarbeit. „Am Ende fährt niemand nur mit neuem Wissen nach Hause. Es entstehen Kontakte, neue Ideen und oft auch Freundschaften.“

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Blinden- und Sehbehinderten-Verein Mecklenburg-Vorpommern e. V., Landesgeschäftsstelle Rostock, mit dem wir das inhaltliche Lernprogramm dieser Bildungsreise gemeinsam entwickelt und umgesetzt haben. Besonders bedanken wir uns bei Aniko Ebersberger, die das gesamte Projekt mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und ihrer langjährigen Erfahrung begleitet hat. Solche Partnerschaften machen Bildungsreisen wie diese erst möglich.

 

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